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Was heißt Schlaganfall ?
Ein Schlaganfall ensteht bei plötzlichem Durchblutungsstop einer großen Hirnarterie oder einer Hirngewebsblutung. Beide akuten Ereignisse führen zum Untergang von Hirnzellen und Funktionsverlust oder Einschränkung, derjenigen Körpersysteme, die sie kontrollieren, wie Motorik, Sprache, Sensiblität, Gedächtnis und Denkvermögen. Bei massivem Schlaganfall tritt relativ rasch Coma und der Tod ein. Ungefähr 180 000 Personen erleiden jedes Jahr einen Schlaganfall und 1/3 überleben ihn nicht. Schlaganfall ist neben Krebs und Herzerkrankungen die dritt häufigste Todesursache und Grund einer Körperbehinderung im Erwachsenenalter. Das Schlaganfallsrisiko verdoppelt sich alle 10 Jahre nach dem 55 Lebensjahr. Schlaganfälle gibt es in allen Altersstufen vom Kleinkind bis zum Erwachsen. Früh- und rechzeitiges Erkennen der Schlaganfallwarnsymtome und sofortige medizinische Hilfe können den möglichen katastrophalen Ausgang eines Schlaganfalles verhindern helfen.
Was sind die Warnsymptome ? Seitenanfang
Der Schlaganfall ist im Gegensatz zur Herzattacke schmerzlos aber dadurch nicht weniger ein Notfall. Frühsymtome können sein:
-halbseitige Schwäche , Sensible Ausfälle-
-im Gesichts-, Arm und Beinbereich -
-Sprachstörungen im Ausdruck oder Verständnis-
-Sehverlust in einem Auge oder im Gesichtsfeld-
-akuter ,starker berstender Kopfschmerz-
-akuter Karusell- Schwindel mit Übelkeit-
Diese Störungen können nur wenige Sekunden aber auch Stunden dauern. Rechtzeitige ärztliche Information, auch wenn die Symptome abgeklungen sind, ist ein Muß.
Was verursacht einen Schlaganfall? Seitenanfang
Prinzipiell unterscheidet man 2 Arten von Schlaganfall:
-Ischämisch-
-Hemorrhagisch-
Der ischämische Infarkt führt zu einem Gefäßverschluß mit Unterbrechung der Blutversorgung in einem spezifischen Gefäßbezirk, entweder durch einen Embolus (Blutaggreat) vom Herzen, oder einen Thrombus (Blutgerinnsel) eines arterio-sklerotischen Gefäßes. Der hemorrhagische Infarkt ensteht durch eine Blutung in oder um das Hirngewebe durch Schwachstellen (Aneurysma) oder Bruch (Hochdruck) der Gefäßwände. Der Plötzliche Sauerstoffverlust der Nervenzellen setzt eine Kettenreaktion in Bewegung, welche die ischämische Zone vergrößert und vorzugsweise das Areal, welches minderdurchblutet, aber nicht ganz von der Blutversorgung abgeschnitten ist, betrifft. Diese Zone nennt man die Penumbra.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es ? Seitenanfang
Unverzügliche Diagnose und Behandlung sind kritisch. Embolus auflösende Medikamente wenn indiziert, müssen innerhalb von wenigen Stunden gegeben werden. Keine Therapie ohne gründliche Diagnose. Zur Diagnosestellung gehört neben einer gründlichen neurologischen Untersuchung:
-Hirnbildgebende Untersuchungen-
-Ultraschall der Hirngefäße-
-Blutgerinnungstests-
-EKG und Herzecho-
Folgende Behandlungsoptionen eines ischämischen Infarktes ergeben sich nach Abschluß der Untersuchungen:
- Blutverdünnung-
- Embolusauflösung-
- Neuroprotektion-
Bei einen hämorrhagischen Infarkt oder Gehirnblutung ist in der Regel das Vorgehen je nach Ursache wie folgt:
- Normalisierung der Blutgerinnung-
- Eventuell neurochirugischerHämatomentfernung-
- Aneurysma Operation- - Ballonverschluß eines blutenden Gefäßes-
- Hirnabschwellung-
Je nach Größe des von Schlaganfall betroffnem Hirnareal, verbleiben neurologische Reststörungen, wie Lähmungen , Sprachstörungen und Koordinationsausfälle, abhängig von der anatomischen Hirnregion, die betroffen ist. Nach Überstehen der akuten Krankheitsphase setzt die neurologische Rehabilation ,stationär oder ambulant ein. Eine Reha-behandlung verbessert gestörte Funktionen, kann aber die neurologischen Ausfälle nicht rückgängig machen. Eine untergegange Nervenzelle kann nicht wieder ersetzt werden, aber durch Training können benachtbarte Zellen, Teilfunktionen der Untergegangen übernehmen. Das Reha-Team besteht aus Krankengymnasten, Ergo- und Sprach-Therapeuten, Krankenschwestern und Ärzte. Die Erfolge einer guten Schlaganfallnachbehandlung sind erstaunlich und geben den Betroffenen sowie deren Angehörigen neuen Lebensmut und Zukunftsoptimismus
Im Kreis Unna findet sich der Kreisverband der Schlaganfall Selbsthilfegruppen, Kontakt ist möglich über die K.I.S.S., aber evtl. auch über Herrn R. Sieberg, Am Hagen 6 59132 Bergkamen, Tel. 02306/83488, bzw. über www.schlaganfall-hilfe.de.
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