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Spannungskopfschmerz
Der Spannungskopfschmerz ist der häufigste Kopfschmerz überhaupt. Er zeigt sich mit einem beidseitigem, drückenden Charakter “so wie ein Band, das um den Kopf geschnürt wird”. Im Gegensatz zur Migräne treten vegetative Symptome wie Übelkeit, Licht- oder Lärmempfindlichkeit kaum auf. Durch körperliche Anstrengung wird dieser Schmerz -im Gegensatz zur Migräne- kaum verstärkt.Von einem chronischen Spannungskopfschmerz wird gesprochen, wenn er an mehr als die Hälfte der Tage des Jahres auftritt, dieser ist jedoch eher selten. Meistens tritt er erst zwischen dem 25-30 Lebensjahr, somit sehr viel später als bei der Migräne auf. Die genaue Ursache des Spannungskopfschmerzes steht noch nicht fest. Die Behandlung erfolgt üblicherweise mit einfachen Schmerzmittel wie Ibuprofen (200-400 mg), Paracetamol (500 mg) oder Acetylsalixylsäure(500mg). Seltene und vor allem unregelmäßige medikamentöse Einahmen lassen sich zur Behandlung von Spannungskopfschmerzen vertreten. Wenn ein chronischer Spannungskopfschmerz vorliegt, dürfen diese jedoch nicht verwendet werden. Es kommt dann bei Dauereinnahme von Schmerzmitteln schnell zu Nebenwirkungen oder gar körperlichen Schäden, außerdem können regelmäßig eingenommene Schmerztabletten selber zu einer chronischen Kopfschmerzform, den sogenannten “analgetika-induzierten Kopfschmerzen” führen. Besonders gefährdet sind Patienten, die Triptane (ein modernes Migränemedikament) im Übermaß einnehmen. Es gilt aber auch für die oben angegebenen Medikamente. Bei chronischen Spannungskopfschmerzen müssen andere, verschreibungspflichtige Medikamente verordnet werden. Hilfreich in vielen Fällen ist bei Spannungskopfschmerzen, die manchmal auch mit Verspannungen im Nackenbereich einhergehen, das Durchführen von Entspannungsübungen wie z.B. Autogenes Training, Yoga, progressive Muskelentspannung. Auf den Nutzen eines Ausgleichsportes kann hingewiesen werden.
Trigeminusneuralgie
Trigeminusneuralgie ist bekennzeichnet durch blitzartig einschießende Gesichtsschmerzattacken durch Äste des N. trigeminus. Diese Nerven versorgen einen bestimmten Gesichtsbereich, teilweise aber auch Bereiche im Mund bzw. Zähne. Die Schmerzen halten meistens nur sekundenlang an, können durch Berührung, Kauen Rasieren oder Sprechen manchmal ausgelöst werden. Die typische Trigeminusneuralgie ist eine Erkrankung des höheren Alters. Verursacht wird sie häufig durch Druck z.B. der begleitenden Adern auf diese Nerven. Typische Behandlung erfolgt in der Regel medikamentös, z.B. mit Carbamazepin, einem verschreibungspflichtigen Medikament. Bei hartnäckigen Beschwerden kann häufig durch eine Operation eine Linderung bzw. Abheilung erreicht werden.
Clusterkopfschmerz
Der Clusterkopfschmerz, früher auch “Bing-Horton-Syndrom” genannt, ist eine seltene Kopfschmerzform (ca. 4 Erkrankte auf 1000), wobei meistens Männer betroffen sind. Die Kopfschmerzen sind unerträglich heftig mit Hauptschmerzpunkt im Bereich der Augenhöhle. Der Schmerz setzt plötzlich ein, häufig zur immer selben Uhrzeit, und dann in Form von Attacken, die 15 Minuten bis 3 Stunden anhalten. Es kommt teilweise zu Tränenfluß, infolge der Schmerzen laufen die Pat. meistens herum. Hilfreich ist bei dieser Form die Verordnung von Sauerstoff, auch helfen als Medikament sogenannte Triptane. Wenn diese Attacken auftreten, können vorsorglich Medikamente wie z.B. Verapamil eingenommen werden, die zu einer Reduktion der Attacken führen.
Es gibt viele weitere, seltene Kopfschmerzformen, die besondere Untersuchungen und Behandlungen erfordern können. Nehmen Sie im Zweifel immer Rücksprache mit Ihrem oder Ihrer Neurologen/Neurologin.
Eine weitere Erkrankung eines Hirnnerven ist die Trigeminusneuralgie (www.de/krankheiten/schmerz/gesichtsschmerzen.html).. .
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